JUKEBOX HIDDEN TRACKS

Jukebox in Aktion

Schritt 3: Entrosten und Reinigung der Maschine

Der Weg zum Ziel: Kauf - Restaurierung - Tanzabend


Teilzerlegung des Shelfs

Shelf vor Ausbau aus dem GehäuseMal ganz ehrlich: Da hatte ich schon Bammel und einen Riesenrespekt vor dem 'Ding'. Aber es musste sein. Also das Handbuch in die Hand nehmen und einfach mal versuchen, das zu verstehen, was für die Automatentechniker der 60er und 70er Jahre tägliche Arbeit war.

Sollte doch zu schaffen sein - Aber etwas Bedenken hatte ich zu der doch heftigen Kombination von E-Technik und Mechanik. Ich war ja doch 'nur' Maschinenbauer...

Zerlegung des Plattenkorbs

Der Plattenkorb muss komplett zerlegt werdenLogisch: ich begann mit den Sachen, die keine Schwierigkeit machten und rein mechanisch waren. Den festsitzenden Plattenkorb ausbauen, alle Plattenhalter entfernen und das Ding entrosten.

Handarbeit war gefragt. Nicht nur für den Rost - auch die (Plastik-) Plattenhalter waren total verklebt, Generationen von Nikotin und Cola hatten sich festgesetzt.

So sah es unter dem Plattenkorb aus...

Rost wohin man schaut

Beispiel Auflager Plattenkorb

Eines der Auflager vom PlattenkorbNachdem der Plattenkorb durch war (Entrostung, Reinigung, Prüfung), konnte ich mich mit der Lagerung und der Bewegung des Plattenkorbes beschäftigen.

Alle Kugellager (Auflager für den Korb) saßen fest, die Rastmechanik war einfach 'zu' und durch Rost bewegungsunfähig. Auch hier hatte das Cola und die Zeit seine Wirkung getan. Also: Weiter mechanische Arbeit...

Ein Detail zum Plattenspieler

Alle Teile haben Feuchtigkeitsschäden, also RostAuch beim Plattenspieler sah es übel aus. Da das ganze Element im Betrieb ein- und ausgerückt wird, mussten alle Teile penibel gereinigt werden. Aber nochmals: Heimvorteil für mich, immer noch alles mechanisch. Das gesamte Plattenspieler-Modul lässt sich problemlos ausbauen...

Einige Teile fehlen

Das System fehlt - was tun?Oh - hoppla. Nun wird es interessant. Das System fehlte, es war nur noch eine der beiden Befestigungsschrauben vorhanden. Sollte die Restaurierung daran scheitern?

Nein, eine Internet-Recherche und mehrere Telefongespräche - schon war ein Packerl an mich unterwegs. Danke.

Nicht gelöst (bis heute) ist die fehlende zweite Schraube zur Befestigung des Systems. Dieser Schraubentyp ist selbst in der Schraubenzentrale Münchens nicht mehr zu bekommen.

Nochmals das Getriebe

Getriebe und Magnet zum Umschalten A und B-SeiteWeiter geht es mit der Mechanik. Reinigen und Entrosten des offen liegenden Getriebeteils zur Bewegung des Plattenarms.

Gleichzeitig immer wieder Nachlesen im Handbuch: Wie funktioniert das, was macht der komische Monster-Magnet eigentlich (Auflösung: A-B-Seiten-Auswahl). Mein Respekt vor den Ingenieuren der damaligen Zeit wächst von Tag zu Tag. Aber: Ich habe verdammt viel Spaß dabei.

Noch mehr Mechanik - Steuerung mit Nockenscheiben

Antrieb, Nockenscheiben und Endschalter - damit fixiert man ein Programm...Nimmt man den Deckel vom Antrieb ab, wurde es wieder rostig und schmutzig. Aber das war ja nun nichts Neues mehr.

Die Kontrolle der Nockenscheiben und der Endschalter war positiv. Wenn hier etwas gebrochen gewesen wäre, hätte ich die ganze Achse zerlegen müssen. Das bleib mir erspart.

Bei der Reinigung und Pflege der Teile stellte ich mir immer wieder das 'Ding' in Aktion vor. Aber hier muss ich wohl noch etwas warten...

Der Palttenkorb kann wieder montiert werden

Nach der Generalreinigung und EntrostungNun kann es an den Zusammenbau zerlegter Teile gehen, vorne weg: Der Plattenkorb. Aber - wo beginnt eigentlich die Zählung? Die Plattenhalter haben ja alle ein Buchstaben/Nummer-Label. Wenn die nun falsch eingesetzt werden, stimmt in der 'Adressierung' nichts mehr. Ich hatte mir das doch markiert - aber durch die mechnische Reinigung waren alle Markierungen weg. Nicht weit genug gedacht. Eine Foto-Rekonstruktion half weiter...

Grundplatte, Kugellager und Antrieb

Auf der Platte ist mehr notwendig als gedachtNochmals die Kontrolle der Lager, der Antriebsschnecke und des Rast-Hebels. Alles ok - also kann der Plattenkorb eingesetzt werden.

Ob das 'Ding' dann auch alles so tut, wie es soll und die mechanische Steuerung vorsieht - das wird sich zeigen.

Ich habe mein Bestes getan.

Plattenspieler ausgebaut, gereinigt und eingebaut

Der Plattenspieler kann mit Trick direkt ausgebaut werdenAuch das ausgebaute Plattenlaufwerk wird vorsichtig wieder eingesetzt. Das System ist inzwischen gekommen und konnte - wenn auch nur mit einer Schraube - eingesetzt werden. Allmählich kribbelt es, ich möchte das 'Ding' in Aktion mal erleben...

Die Wähleinheit, ein eigenes Kapitel...

Die Wähleinheit registriert ausgewählte TitelDie Wähleinheit - irgendwie haben die wohl bei den Hebdrehwählern einer alten, analogen Vermittlungseinheit der Telekommunikations-Branche abgekupfert. Nach dem (mehrfachen) Studium des Handbuchs habe ich die Funktion zwar begriffen - aber mehr als Reinigen konnte ich momentan nicht. Ob das 'Ding' auch das tut, was es dem Handbuch nach soll - es wird eine Überraschung werden.

Montierter Plattenkorb und Probe-Bestückung

Der Plattenkorb ist wieder wie neu am PlatzSo, nun ist der Plattenkorb drinnen und auch test-bestückt. Wir nähern uns dem Moment, wo wir endlich das 'Ding' in Aktion (oder auch nicht) erleben. Wir haben unser Bestes getan - war es gut genug?

Zwei Bauteile wurden nicht erwähnt - der Münzprüfer und das Kreditwerk. Beide wurden gereinigt, alte DM-Münzen aus Sammelbüchsen geholt und zum Testen genutzt. Es kann losgehen...



Und weiter?

Jetzt wird es richtig spannend. An das Rack wird der Verstäreker (er ist ja auch die Stromversorgung!) angeschlossen und wir probieren, ob sich nun etwas tut.

Schritt 4: Funktionstest

Test notwendig Münzprüfung
Test notwendig Kreditwerk
Test notwendig Plattenauswahl

Auch hier ist eine Reihenfolge zwangsvorgegeben. Erst wenn der Münzprüfer richtig tickt, Pulse am Kreditwerk auch registriert werden ist eine Plattenwahl möglich. Ob die dann auch gespielt wird...?

Das will ich sehen... Weiter zum Schritt 4



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